Personal: Ein bisschen weniger planen und organisieren und ein bisschen mehr spontan sein

23.09.2016
Posts über organisierte Menschen und wie toll sie sind, gibt es zu Hauf. So ein "83 Dinge die organisierte Menschen nicht tun" Post ist ja auch ein Klick-Garant. Weil im Leben kommt man ja nur weiter, wenn man auch komplett durchorganisiert ist. Aber ist das wirklich so?

Ich habe heute eine Folge des Podcasts "The Lively Show" gehört. Ich war mir nicht sicher worum es in dem Podcast gehen sollte, denn der Titel war Flowing with Changing Seasons & Shifting Priorities. Kurz gesagt ging es darum, dass es manchmal gar nicht schlecht ist weniger zu planen und einfach zu gucken was passiert. Dass man nicht davon ausgehen sollte, dass nur weil man in derselben Situation ist, in der man schon mal war, es auch wieder gleich verlaufen wird. Als ich so in der Tube stand, habe ich mich irgendwie ertappt gefühlt. Ein bisschen kleinlaut habe ich mir selber gesagt, dass sie glaube ich Recht hat.

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Ich liebe es zu planen. Wenn ich könnte würde ich jetzt schon meinen Urlaub für's übernächste Jahr planen und was ich in den nächsten vier Wochen so zu Mittag essen werde. Das kann manchmal aber auch ganz schön stressig sein. Denn manche Dinge kann man nun mal einfach nicht planen. Und dann schweifen die Gedanken wieder und wieder zu dem Thema ab und man denkt sich "Wenn das... dann das... aber wenn das nicht so kommt, was ist dann?". Man hat keine Antwort. Man stresst sich schon weit im Voraus, bevor es überhaupt nötig ist. Ein schöner Satz dazu, an den ich mich oft erinnere: "Worrying does not take away tomorrow's trouble but today's happiness."

Ein bisschen mehr "go with the flow" schadet sicherlich nicht. Ein bisschen mehr Spontanität. Ein bisschen mehr Carpe Diem. Ein bisschen weniger verplant sein. Es ist irgendwie so cool geworden, dass man schon jedes Wochenende bis in sechs Wochen verplant hat und die Tage dazwischen auch. Aber ich glaube, oft ist da auch ein bisschen Angst dabei vor dem Nichts zu stehen. Vielleicht sogar Angst vor dem Kontrollverlust. An einem Samstagabend zu Hause zu sitzen und irgendwie nichts zu machen. Mit sich alleine zu sein. Dass andere vielleicht denken könnte, man hat keine Hobbys, nichts zu tun, während alle anderen doch so unglaublich beschäftigt sind und nicht mehr wissen wo oben und unten ist.

Mit ein bisschen weniger planen bieten sich oft spontane Möglichkeiten, die man unter anderen Umständen nicht hätte wahrnehmen können. Deswegen möchte ich versuchen ein bisschen weniger zu planen in meinem Leben. Einfach mal sehen was kommt. Das macht das Leben doch auch interessanter, oder?

Traveling: Morgat 2016 Part II

13.09.2016
Ich bin froh, dass ihr nun diesen Post hier sehen könnt, denn es hat einiges an Zeit in Anspruch genommen ihn online zu stellen. Das Wifi in unserer Wohnung hat mich fast in den Wahnsinn getrieben, denn auf meinem Laptop war es so langsam, dass selbst Google fünf Minuten zum Laden gebraucht hat. Der zweite Wifi Repeater funktioniert nun endlich. Endlich schnelles (schnelleres...) Internet.

Mittlerweile bin ich schon wieder zurück in London und wieder zurück im Alltag. Arbeiten, Fitnessstudio und der ganze Rest eben. Trotzdem möchte ich euch heute noch ein paar Fotos aus dem Urlaub zeigen. Man könnte meinen, dass wir nur schlechtes Wetter gehabt haben, wenn man die Fotos so sieht. So war es aber defintiv nicht. Aber an den Tagen mit Sonne waren wir am Strand und dort hatte ich die Kamera nicht dabei. Wanderungen haben wir nur bei wolkigem Wetter gemacht.

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Weniger ist mehr: Bewusster Konsumieren und Minimalism Lifestyle

07.09.2016
Vor circa einem Monat bin ich umgezogen. In England und vor allem in London ist das fast wie ein Sport. Es ist keine Seltenheit, dass Leute in fünf Jahren vier, fünf, sechs mal umziehen. Nun ist es in London auch etwas einfacher umzuziehen, da sowieso fast alle Wohnungen/Zimmer möbliert sind, aber trotzdem. Der eine Umzug, mit nur ganz wenig Möbeln aber dafür umso mehr Kisten hat mir schon gereicht und ich werde in unserer aktuellen Wohnung bleiben, bis ich London verlasse.

Was mir während und nach dem Umzug aufgefallen ist: Ich habe unglaublich viel Kram, den ich nicht benutze und noch nicht mal vermisse. In unserem Wohnzimmer steht jetzt noch eine große Kiste mit Sachen von mir. Was da drin ist? Keine Ahnung. Bis jetzt hat mir nichts davon gefehlt. Es ist denke ich auch bezeichnend, dass ich sechs Pullover in meiner alten Wohnung vergessen hatte und es mir erst aufgefallen ist, als ich die Schubladen noch mal kontrolliert habe. Oder beim Einräumen der Schuhe dachte ich mir: Super! Passt ja alles perfekt! Und dann gehe ich zurück in mein Zimmer und finde eine Tasche mit acht Paar Schuhen, an die ich überhaupt nicht mehr gedacht habe.

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Das hat mir alles ziemlich zu denken gegeben. Seit dem ich arbeite habe ich fast jeden Monat eine Bestellung in einem Onlineshop aufgegeben. Ich mag online shopping nun mal. Aber brauche ich die Sachen wirklich? Eher nein. Einen rosafarbenen Blazer habe ich mir in einem Anflug von 'ich muss mal etwas seriöser aussehen im Büro' gekauft. Habe ich ihn bis jetzt angehabt? Nein, natürlich nicht.

Ich möchte bewusster konsumieren. Und zwar ab sofort. Und ich habe auch schon angefangen. Ich möchte nur noch kaufen was ich wirklich brauche. Das schließt nicht nur Kleidung ein, sondern auch Makeup und Einrichtung/Accessoires. Auch bei dem Essen möchte ich weniger unnötige Produkte kaufen. In England ist das Take Away Angebot so viel größer als in Deutschland und verführt schon sehr hier und da mal etwas mitzunehmen. Natürlich sind die Preise auch sehr heftig. Für 230g geschnittene Mango bezahlt man locker zwei Pfund, wenn nicht noch mehr. Eine ganze Mango bekommt man oft für 99 Pence. Und von den take away Kaffees möchte ich gar nicht anfangen und ich möchte auch nicht nachrechnen, wie viel Geld ich dafür schon verschwendet habe.

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Als zuletzt mein Augenbrauenstift aufgebraucht war, habe ich ihn nachgekauft, denn ich brauchte ja einen Neuen. Ich habe allerdings alles andere an Makeup links liegen gelassen und bin sofort zur Kasse gegangen. Ein erster kleiner Erfolg. So soll es nun auch bei allen anderen genannten Bereichen weitergehen. Ich will auch darauf achten mehr Fair Trade Kleidung zu kaufen und generell in bessere Qualität investieren. Ich hoffe so Geld zu sparen, das ich dann zum Beispiel in Reisen investieren kann.

In diesem Zusammenhang bin ich auch auf das Konzept des Minimalism Lifestyles und auf den YouTube Kanal von Jenny Mustard gestoßen. Ich finde ihre Videos sehr interessant und sie selber auch sehr sympatisch und inspirierend (wobei ich nicht alle ihre Ansichten teile..). Ich fand zum Beispiel ihren Tipp super, sich beim shoppen zu fragen, ob man das Teil auch zum dreifachen Preis kaufen würde. Ist die Antwort nein, sollte man es nicht kaufen, denn dann möchte man es nicht genug. Macht Sinn oder?

Outfit: Rosa Lederjacke

04.09.2016
Die rosafarbene Lederjacke habe ich vor einiger Zeit spontan bei Mango bestellt. Ich war schon auf dem Weg zur Zahloption, als ich mir dachte, dass ich doch noch mal kurz bei den Jacken vorbeischauen könnte. Da habe ich sie gesehen und an dem Model sah die Jacke so unglaublich gut aus. Und ohne viel nachzudenken, habe ich sie dann auch einfach schnell in den Einkaufskorb gelegt. Eine rosafarbene Lederjacke? Echt jetzt? Ich dachte mir, dass ich sie ja zur Not wieder zurückschicken kann.

Als das Paket ankam war die Lederjacke dann aber das erste Teil, bei dem ich mir 100%ig sicher war, dass ich sie behalten werde. Sie sitzt unglaublich gut, ich liebe den hohen Kragen und obwohl sie nicht aus echtem Leder ist, ist sie unglaublich weich und fühlt sich toll an. Sie ist jeden Pence wert und momentan meine Lieblingsjacke.

Das Outfit hatte ich zum Essengehen am Abend an. Seit dem ich mich erinnern kann haben mein Vater und ich in jedem Frankreichurlaub darüber geredet eine Plateau Fruits de Mer zu essen. Und dieses Jahr war es endlich soweit! Es hat fast zwei Stunden gedauert bis wir alle Schalen geknackt hatten aber der Geschmack war die Arbeit wert.


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Health is not a Size. It's a Lifestyle. - Genug mit dem Macro-Fitness-Wahn, dein Körper ist intelligenter als du denkst.

02.09.2016
Das hier ist wahrscheinlich der zweihundertfünfzigtausendste Post auf meinem Blog über Ernährung und Sport und Fitness und was noch so dazu gehört. Mein Post über Kayla Itsines gehört zu den meistgeklicktesten Posts und bis heute bekomme ich noch Fragen zu dem Plan. Das Thema ist also immer noch genauso heiß wie vor ein paar Jahren. Ich habe mich immer viel mit Ernährung und Fitness beschäftigt. Von Kalorien zählen zu Paleo.. es war alles irgendwie mal dabei. Und es hat auch alles seinen Sinn gehabt. Es ist meiner Meinung nach gut eine wage Ahnung zu haben wie viele Kalorien etwas hat, vor allem wenn es sich um Süßigkeiten und Fast Food handelt. Und Paleo hat mir meine "Angst" vor Fett genommen ("Fett macht dick, iss low fat Joghurt" blablabla). Meine Low Carb Zeiten haben mir gezeigt, dass ich mich mit wenigr Kohlenhydraten besser fühle als mit mehr und dass sie mir auch nicht fehlen.

Trotzdem reicht es irgendwann und der Punkt ist bei mir nun endlich gekommen. Vor ca. 1.5 Monaten hat es irgendwie klick gemacht. Ich habe MyFitnessPal gelöscht und habe mir geschworen nie wieder Kalorien zu zählen (ich weiß, das habe ich schon mal...). Seit Jahren renne ich diesem Ideal in meinem Kopf hinterher aber erreicht habe ich es nie. Man könnte jetzt sagen, dass ich nicht konsequent genug bin, nicht genug Durchhaltevermögen habe. Aber ich frage mich dann: Ist es das wert? Es ist nicht mein Job super durchtrainiert zu sein und in meinem Leben ändert sich nichts, ob ich nun fünf Kilo mehr oder weniger wiege. Meine Freunde und Familie mögen mich immer noch genauso wie vorher.

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via Deliciously Ella auf Twitter

Ich habe mir vor einiger Zeit das Buch "Go with your gut" gekauft. Es ist ein Kochbuch mit einem informativen Teil über die eigene Gesundheit. Ein Kapitel behandelt das Kauen. In dem Buch schreibt die Autorin man sollte sein Essen so lange kauen, bis es "matschig" ist. Dadruch habe ich gemerkt wie wenig ich überhaupt kaue. Nach meinem ersten Salat, den ich wirklich aufmerksam und gut gekaut habe, hatte ich solchen Muskelkater im Kiefer (ja, das geht), dass ich am nächsten Tag kaum in meinen Apfel beißen konnte. Außerdem fühlt man sich nach dem Essen viel befriedigter. Kennt ihr dieses Gefühl nach dem Essen "Hm, das war lecker und was kommt jetzt?". Durch besseres Kauen habe ich dieses Gefühl kaum noch, weil ich auch viel länger zum Essen brauche.

Ich habe also angefangen besser und aufmerksamer zu kauen. Außerdem achte ich sehr genau darauf wann ich Hunger habe und wann nicht und esse auch nur dann. Klingt erstmal logisch aber wenn man mal überlegt wie oft man isst, obwohl man keinen physischen Hunger hat, merkt man, dass es doch nicht so selbstverständlich ist. Und während des Kalorienzählens wusste ich ja, dass ich diese Portion noch komplett essen "darf". Deswegen habe ich sie auch meistens gegessen, ohne in mich hinein zu horchen, ob ich überhaupt noch alles essen möchte. Dadurch habe ich auch viel schneller gegessen, denn wenn die Portionen vorgegeben sind, braucht man ja auch nicht auf sein Sättigungsgefühl zu hören.
Ich habe bei mir festgestellt, dass mein Körper sehr wohl weiß was er will und was er braucht. Nach so vielen Jahren Kalorien zählen ist es erstmal etwas gruselig dem eignen Körper wieder zu vertrauen, wieder auf ihn zu hören. Obwohl das ja das Normalste der Welt sein sollte. Und ja, vielleicht nehme ich ein, zwei, drei Kilo zu aber dann liegt es daran, dass ich meinen Körper über lange Abschnitte in der Vergangenheit nicht immer das gegeben habe, was er wollte und er es sich jetzt holt.

Es reicht mit Makros zählen und "Abs" und "Glutes" und all dem Pipapo. Gesund leben - ja. Fanatisch? Nein! - Wie seht ihr das, meint ihr auch, dass es Zeit ist, dass der Fitnesswahn zu Ende geht und wir uns wieder auf einen gesunden Lebensstil konzentrieren, ohne es zu übertreiben und wie ein Fitnessmodel aussehen zu wollen?


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