Traveling: New York City 2016

23.11.2016
Heute vor zwei Wochen habe ich mich gerade in unseren Hotelzimmer am Times Square fertig gemacht. Jetzt sitze ich wieder in London und gucke Gossip Girl, weil mir unser Urlaub in New York unheimlich Lust auf die Serie gemacht hat.

Es war nicht das erste Mal, dass ich in New York war. Es war sogar schon das dritte Mal. Aber die ersten beiden Male fand ich die Stadt gar nicht so besonders und verstand nie, was so viele Leute an NYC toll finden. Mein Herz gehört eben der West Coast. Aber dieses Mal war es anders. Das lag vielleicht auch am Wetter, das einfach perfekt war. An sechs von sieben Tagen hatten wir blauen Himmel, Sonnenschein, keine Wolken und bis zu 20° C. Was könnte man sich mehr wünschen?

Besondes der Central Park war so wunderschön und meiner Meinung nach viel schöner als die Parks hier in London. So viel Seight Seeing haben wir gar nicht gemacht, denn die Hot Spots hatten wir sowieso schon gesehen. Wir waren aber am One World Trade Center und sind über die Highline gelaufen. Außerdem haben wir eine Bootsfahrt gemacht, bei der wir auch an der Freiheitsstatur vorbeigekommen sind. Wir haben Aladdin gesehen und waren shoppen. Das Musical war super, lohnt sich sehr!

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Update: Bewusster Konsumieren - Wie läuft's?

20.11.2016
Vor fast drei Monaten habe ich einen Post darüber geschrieben, dass ich weniger "Kram" anhäufen möchte und nur noch Dinge kaufen möchte, wenn ich sie wirklich BRAUCHE. Ich hatte mir außerdem vorgenommen bis Anfang November keine neue Kleidung zu kaufen. Und - wie lief das nun?

Das Nicht-shoppen gehen hat gut funktioniert, bis auf eine Ausnahme, die ich aber ok fand. Letztes Jahr wollte ich unbedingt einen schwarz-weißen Schal von Zara haben. Aber er war überall ausverkauft. Dieses Jahr gab (gibt?) es denselben bei Mango. Im ersten Geschäft war er aber leider auch ausverkauft. Und irgendwann, als ich gar nicht selber nach Kleidung geguckt habe, sondern eine Freundin, habe ich ihn dann gefunden. Und dann musste ich ihn natürlich kaufen. Ansonsten hat es aber gut funktioniert zwei Monate nichts an Kleidung zu kaufen.

Und auch in allen anderen Konsumbereichen läuft es ganz gut. Ich frage mich nun immer: "Macht mich das glücklicher/zufriender? Hat es einen Mehrwert?" Wenn die Antwort ja ist, kaufe ich es, wenn sie nein ist, dann nicht. So habe ich zum Beispiel mit mir gehadert, ob ich Weihnachtsdekoration kaufen möchte. Auf der einen Seite denke ich mir, es ist nur "Krimskrams". Auf der anderen Seite freue ich mich schon seit Wochen (Monaten!) auf Weihnachten und würde daher gerne auch die Wohnung ein bisschen schmücken. Macht mich das also zufriedener? Ja, denn ich freue mich, wenn ich abends mit einem Tee in meinem Bett sitze und die Lichterkette anmachen kann. Oder bald Kerzen am Adventskranz anzünden kann.

Ob ich dadurch nun real mehr Geld auf dem Konto habe am Ende des Monats weiß ich nicht. Ich denke nicht, denn vor allem bei Kleidung habe ich in letzter Zeit viel mehr auf die Qulität geachtet. Und auch bei Nahrungsmitteln. Ich kaufe viel häufiger Bioprodukte als früher. Macht mich das zufriendener? Ja.

Was mir übrigens aufgefallen ist: Faule Sonntage und "unboxing hauls" auf YouTube sind eine ganz schlechte Kombination, wenn man vor hat nichts zu kaufen. Ehe man sich versieht, durchstöbert man schon den nächsten Online Shop...

Personal: Ein bisschen weniger planen und organisieren und ein bisschen mehr spontan sein

23.09.2016
Posts über organisierte Menschen und wie toll sie sind, gibt es zu Hauf. So ein "83 Dinge die organisierte Menschen nicht tun" Post ist ja auch ein Klick-Garant. Weil im Leben kommt man ja nur weiter, wenn man auch komplett durchorganisiert ist. Aber ist das wirklich so?

Ich habe heute eine Folge des Podcasts "The Lively Show" gehört. Ich war mir nicht sicher worum es in dem Podcast gehen sollte, denn der Titel war Flowing with Changing Seasons & Shifting Priorities. Kurz gesagt ging es darum, dass es manchmal gar nicht schlecht ist weniger zu planen und einfach zu gucken was passiert. Dass man nicht davon ausgehen sollte, dass nur weil man in derselben Situation ist, in der man schon mal war, es auch wieder gleich verlaufen wird. Als ich so in der Tube stand, habe ich mich irgendwie ertappt gefühlt. Ein bisschen kleinlaut habe ich mir selber gesagt, dass sie glaube ich Recht hat.

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Ich liebe es zu planen. Wenn ich könnte würde ich jetzt schon meinen Urlaub für's übernächste Jahr planen und was ich in den nächsten vier Wochen so zu Mittag essen werde. Das kann manchmal aber auch ganz schön stressig sein. Denn manche Dinge kann man nun mal einfach nicht planen. Und dann schweifen die Gedanken wieder und wieder zu dem Thema ab und man denkt sich "Wenn das... dann das... aber wenn das nicht so kommt, was ist dann?". Man hat keine Antwort. Man stresst sich schon weit im Voraus, bevor es überhaupt nötig ist. Ein schöner Satz dazu, an den ich mich oft erinnere: "Worrying does not take away tomorrow's trouble but today's happiness."

Ein bisschen mehr "go with the flow" schadet sicherlich nicht. Ein bisschen mehr Spontanität. Ein bisschen mehr Carpe Diem. Ein bisschen weniger verplant sein. Es ist irgendwie so cool geworden, dass man schon jedes Wochenende bis in sechs Wochen verplant hat und die Tage dazwischen auch. Aber ich glaube, oft ist da auch ein bisschen Angst dabei vor dem Nichts zu stehen. Vielleicht sogar Angst vor dem Kontrollverlust. An einem Samstagabend zu Hause zu sitzen und irgendwie nichts zu machen. Mit sich alleine zu sein. Dass andere vielleicht denken könnte, man hat keine Hobbys, nichts zu tun, während alle anderen doch so unglaublich beschäftigt sind und nicht mehr wissen wo oben und unten ist.

Mit ein bisschen weniger planen bieten sich oft spontane Möglichkeiten, die man unter anderen Umständen nicht hätte wahrnehmen können. Deswegen möchte ich versuchen ein bisschen weniger zu planen in meinem Leben. Einfach mal sehen was kommt. Das macht das Leben doch auch interessanter, oder?

Traveling: Morgat 2016 Part II

13.09.2016
Ich bin froh, dass ihr nun diesen Post hier sehen könnt, denn es hat einiges an Zeit in Anspruch genommen ihn online zu stellen. Das Wifi in unserer Wohnung hat mich fast in den Wahnsinn getrieben, denn auf meinem Laptop war es so langsam, dass selbst Google fünf Minuten zum Laden gebraucht hat. Der zweite Wifi Repeater funktioniert nun endlich. Endlich schnelles (schnelleres...) Internet.

Mittlerweile bin ich schon wieder zurück in London und wieder zurück im Alltag. Arbeiten, Fitnessstudio und der ganze Rest eben. Trotzdem möchte ich euch heute noch ein paar Fotos aus dem Urlaub zeigen. Man könnte meinen, dass wir nur schlechtes Wetter gehabt haben, wenn man die Fotos so sieht. So war es aber defintiv nicht. Aber an den Tagen mit Sonne waren wir am Strand und dort hatte ich die Kamera nicht dabei. Wanderungen haben wir nur bei wolkigem Wetter gemacht.

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Weniger ist mehr: Bewusster Konsumieren und Minimalism Lifestyle

07.09.2016
Vor circa einem Monat bin ich umgezogen. In England und vor allem in London ist das fast wie ein Sport. Es ist keine Seltenheit, dass Leute in fünf Jahren vier, fünf, sechs mal umziehen. Nun ist es in London auch etwas einfacher umzuziehen, da sowieso fast alle Wohnungen/Zimmer möbliert sind, aber trotzdem. Der eine Umzug, mit nur ganz wenig Möbeln aber dafür umso mehr Kisten hat mir schon gereicht und ich werde in unserer aktuellen Wohnung bleiben, bis ich London verlasse.

Was mir während und nach dem Umzug aufgefallen ist: Ich habe unglaublich viel Kram, den ich nicht benutze und noch nicht mal vermisse. In unserem Wohnzimmer steht jetzt noch eine große Kiste mit Sachen von mir. Was da drin ist? Keine Ahnung. Bis jetzt hat mir nichts davon gefehlt. Es ist denke ich auch bezeichnend, dass ich sechs Pullover in meiner alten Wohnung vergessen hatte und es mir erst aufgefallen ist, als ich die Schubladen noch mal kontrolliert habe. Oder beim Einräumen der Schuhe dachte ich mir: Super! Passt ja alles perfekt! Und dann gehe ich zurück in mein Zimmer und finde eine Tasche mit acht Paar Schuhen, an die ich überhaupt nicht mehr gedacht habe.

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Das hat mir alles ziemlich zu denken gegeben. Seit dem ich arbeite habe ich fast jeden Monat eine Bestellung in einem Onlineshop aufgegeben. Ich mag online shopping nun mal. Aber brauche ich die Sachen wirklich? Eher nein. Einen rosafarbenen Blazer habe ich mir in einem Anflug von 'ich muss mal etwas seriöser aussehen im Büro' gekauft. Habe ich ihn bis jetzt angehabt? Nein, natürlich nicht.

Ich möchte bewusster konsumieren. Und zwar ab sofort. Und ich habe auch schon angefangen. Ich möchte nur noch kaufen was ich wirklich brauche. Das schließt nicht nur Kleidung ein, sondern auch Makeup und Einrichtung/Accessoires. Auch bei dem Essen möchte ich weniger unnötige Produkte kaufen. In England ist das Take Away Angebot so viel größer als in Deutschland und verführt schon sehr hier und da mal etwas mitzunehmen. Natürlich sind die Preise auch sehr heftig. Für 230g geschnittene Mango bezahlt man locker zwei Pfund, wenn nicht noch mehr. Eine ganze Mango bekommt man oft für 99 Pence. Und von den take away Kaffees möchte ich gar nicht anfangen und ich möchte auch nicht nachrechnen, wie viel Geld ich dafür schon verschwendet habe.

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Als zuletzt mein Augenbrauenstift aufgebraucht war, habe ich ihn nachgekauft, denn ich brauchte ja einen Neuen. Ich habe allerdings alles andere an Makeup links liegen gelassen und bin sofort zur Kasse gegangen. Ein erster kleiner Erfolg. So soll es nun auch bei allen anderen genannten Bereichen weitergehen. Ich will auch darauf achten mehr Fair Trade Kleidung zu kaufen und generell in bessere Qualität investieren. Ich hoffe so Geld zu sparen, das ich dann zum Beispiel in Reisen investieren kann.

In diesem Zusammenhang bin ich auch auf das Konzept des Minimalism Lifestyles und auf den YouTube Kanal von Jenny Mustard gestoßen. Ich finde ihre Videos sehr interessant und sie selber auch sehr sympatisch und inspirierend (wobei ich nicht alle ihre Ansichten teile..). Ich fand zum Beispiel ihren Tipp super, sich beim shoppen zu fragen, ob man das Teil auch zum dreifachen Preis kaufen würde. Ist die Antwort nein, sollte man es nicht kaufen, denn dann möchte man es nicht genug. Macht Sinn oder?

Outfit: Rosa Lederjacke

04.09.2016
Die rosafarbene Lederjacke habe ich vor einiger Zeit spontan bei Mango bestellt. Ich war schon auf dem Weg zur Zahloption, als ich mir dachte, dass ich doch noch mal kurz bei den Jacken vorbeischauen könnte. Da habe ich sie gesehen und an dem Model sah die Jacke so unglaublich gut aus. Und ohne viel nachzudenken, habe ich sie dann auch einfach schnell in den Einkaufskorb gelegt. Eine rosafarbene Lederjacke? Echt jetzt? Ich dachte mir, dass ich sie ja zur Not wieder zurückschicken kann.

Als das Paket ankam war die Lederjacke dann aber das erste Teil, bei dem ich mir 100%ig sicher war, dass ich sie behalten werde. Sie sitzt unglaublich gut, ich liebe den hohen Kragen und obwohl sie nicht aus echtem Leder ist, ist sie unglaublich weich und fühlt sich toll an. Sie ist jeden Pence wert und momentan meine Lieblingsjacke.

Das Outfit hatte ich zum Essengehen am Abend an. Seit dem ich mich erinnern kann haben mein Vater und ich in jedem Frankreichurlaub darüber geredet eine Plateau Fruits de Mer zu essen. Und dieses Jahr war es endlich soweit! Es hat fast zwei Stunden gedauert bis wir alle Schalen geknackt hatten aber der Geschmack war die Arbeit wert.


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Health is not a Size. It's a Lifestyle. - Genug mit dem Macro-Fitness-Wahn, dein Körper ist intelligenter als du denkst.

02.09.2016
Das hier ist wahrscheinlich der zweihundertfünfzigtausendste Post auf meinem Blog über Ernährung und Sport und Fitness und was noch so dazu gehört. Mein Post über Kayla Itsines gehört zu den meistgeklicktesten Posts und bis heute bekomme ich noch Fragen zu dem Plan. Das Thema ist also immer noch genauso heiß wie vor ein paar Jahren. Ich habe mich immer viel mit Ernährung und Fitness beschäftigt. Von Kalorien zählen zu Paleo.. es war alles irgendwie mal dabei. Und es hat auch alles seinen Sinn gehabt. Es ist meiner Meinung nach gut eine wage Ahnung zu haben wie viele Kalorien etwas hat, vor allem wenn es sich um Süßigkeiten und Fast Food handelt. Und Paleo hat mir meine "Angst" vor Fett genommen ("Fett macht dick, iss low fat Joghurt" blablabla). Meine Low Carb Zeiten haben mir gezeigt, dass ich mich mit wenigr Kohlenhydraten besser fühle als mit mehr und dass sie mir auch nicht fehlen.

Trotzdem reicht es irgendwann und der Punkt ist bei mir nun endlich gekommen. Vor ca. 1.5 Monaten hat es irgendwie klick gemacht. Ich habe MyFitnessPal gelöscht und habe mir geschworen nie wieder Kalorien zu zählen (ich weiß, das habe ich schon mal...). Seit Jahren renne ich diesem Ideal in meinem Kopf hinterher aber erreicht habe ich es nie. Man könnte jetzt sagen, dass ich nicht konsequent genug bin, nicht genug Durchhaltevermögen habe. Aber ich frage mich dann: Ist es das wert? Es ist nicht mein Job super durchtrainiert zu sein und in meinem Leben ändert sich nichts, ob ich nun fünf Kilo mehr oder weniger wiege. Meine Freunde und Familie mögen mich immer noch genauso wie vorher.

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via Deliciously Ella auf Twitter

Ich habe mir vor einiger Zeit das Buch "Go with your gut" gekauft. Es ist ein Kochbuch mit einem informativen Teil über die eigene Gesundheit. Ein Kapitel behandelt das Kauen. In dem Buch schreibt die Autorin man sollte sein Essen so lange kauen, bis es "matschig" ist. Dadruch habe ich gemerkt wie wenig ich überhaupt kaue. Nach meinem ersten Salat, den ich wirklich aufmerksam und gut gekaut habe, hatte ich solchen Muskelkater im Kiefer (ja, das geht), dass ich am nächsten Tag kaum in meinen Apfel beißen konnte. Außerdem fühlt man sich nach dem Essen viel befriedigter. Kennt ihr dieses Gefühl nach dem Essen "Hm, das war lecker und was kommt jetzt?". Durch besseres Kauen habe ich dieses Gefühl kaum noch, weil ich auch viel länger zum Essen brauche.

Ich habe also angefangen besser und aufmerksamer zu kauen. Außerdem achte ich sehr genau darauf wann ich Hunger habe und wann nicht und esse auch nur dann. Klingt erstmal logisch aber wenn man mal überlegt wie oft man isst, obwohl man keinen physischen Hunger hat, merkt man, dass es doch nicht so selbstverständlich ist. Und während des Kalorienzählens wusste ich ja, dass ich diese Portion noch komplett essen "darf". Deswegen habe ich sie auch meistens gegessen, ohne in mich hinein zu horchen, ob ich überhaupt noch alles essen möchte. Dadurch habe ich auch viel schneller gegessen, denn wenn die Portionen vorgegeben sind, braucht man ja auch nicht auf sein Sättigungsgefühl zu hören.
Ich habe bei mir festgestellt, dass mein Körper sehr wohl weiß was er will und was er braucht. Nach so vielen Jahren Kalorien zählen ist es erstmal etwas gruselig dem eignen Körper wieder zu vertrauen, wieder auf ihn zu hören. Obwohl das ja das Normalste der Welt sein sollte. Und ja, vielleicht nehme ich ein, zwei, drei Kilo zu aber dann liegt es daran, dass ich meinen Körper über lange Abschnitte in der Vergangenheit nicht immer das gegeben habe, was er wollte und er es sich jetzt holt.

Es reicht mit Makros zählen und "Abs" und "Glutes" und all dem Pipapo. Gesund leben - ja. Fanatisch? Nein! - Wie seht ihr das, meint ihr auch, dass es Zeit ist, dass der Fitnesswahn zu Ende geht und wir uns wieder auf einen gesunden Lebensstil konzentrieren, ohne es zu übertreiben und wie ein Fitnessmodel aussehen zu wollen?


Traveling: Morgat 2016 Part I

31.08.2016
Ruhe. Sonne. Kaum Autos. Natur. Wunderschön. Ich bin in Frankreich. In Morgat um genau zu sein, das in der Bretagne liegt. Ich hatte mich schon auf zwei Wochen schlechtes Wetter eingestellt weil... na ja, Bretagne eben. Immer wenn ich zu Hause den Wetterbericht meines Handys angeguckt habe, hieß es Regen und 19° C. Vielleicht mal 21° C an einem guten Tag. Und nun bin ich hier und bis auf einen Tag war das Wetter bisher super.

Die Anreise war etwas chaotisch, um es milde auszudrücken. In Heathrow angekommen war ich schon genervt, weil die Schlange am Schalter eeewig lang war. Im Flugzeug von LHR nach Paris Charles de Gaulles hatte ich dann einen Mittelsitz. Na klar. In Paris angekommen ging es in die Passkontrollenschlange, die mich stark an die Einreise in die USA erinnert hat. Und dann, endlich war ich durch und schon total unter Zeitdruck, weil ich schnellstmöglich nach Olry kommen musste, um meinen Anschlussflug zu erwischen, war natürlich das Gepäckband gesperrt. Irgendein Vorfall. Kurzfassung: Ich hab meinen Anschlussflug natürlich verpasst und habe fünf Stunden im Flughafen Orly gesessen. Gegen 22:00 Uhr kam ich dann aber endlich in Brest an und die bisherigen Tage haben definitiv für diese Horroranreise entschädigt.

Morgat
Cap de Chevre
Morgat
Morgat
Heide Bretagne

Die Zeit vertreibe ich mir größtenteils mit lesen: A Tale for the Time Being. Sehr gutes Buch, das ich defintiv empfehlen kann. Außerdem habe ich Stand Up Paddling ausprobiert. Zuerst war es etwas wackelig, aber nach den ersten drei Paddelzügen stand ich einigermaßen sicher. Es hat Spaß gemacht, aber ist auch unglaublich anstrengend für die Arme. Ein paar Mal stand ich mitten auf dem Meer und hatte das Gefühl, dass ich es niemals wieder an Land schaffen würde. Wie ihr seht, habe ich es aber geschafft. 

Ich bin nun noch genau eine Woche hier und will momentan gar nicht daran denken, wieder zurück in den Alltag zu müssen.

translation
I am currently in Brittany. The journey was awful, really! I missed my flight because everything in Charles de Gaulles airport took forever and then I had to wait at the other airport, Orly, for five hours. What was supposed to be a somewhat short trip from London to Brest developed into a 17 hour journey. I could have gone to California in that time! Oh well.. I am here now and everything is great. It is quiet, there is so much nature, the weather is nice. I feel sooo relaxed. I haven't felt that well in a while. Today I tried stand up paddling. SO much fun! But it also requires a lot of strength and my arms were so tired afterwards, and actually still are. Nevertheless, it is great to stand up on that board in the middle of the sea (at least that's what it feels like) and all you hear is the water splashing against the board.

I am spending another week here until I am going back to London. Back to work and back to reality.

Personal: 7 Monate in London.

18.05.2016
Ich weiß. Ich vernachlässige meinen Blog. Kann man das überhaupt noch vernachlässigen nennen? Wenn man innerhalb von 5 7 Monaten 3 Posts schreibt? Ist das dann nicht schon fast aufgeben? Ich würde lügen wenn ich sagen würde, dass ich nicht schon daran gedacht hätte "hier dicht zu machen". Aber ich kann mich dazu einfach nicht durchringen. Das hier ist En Route, das hier ist mein Baby, auch wenn ich seit meinem Umzug eine wirkliche Rabenmutter bin. Und ich mag Blogs und ich mag das bloggen. Daran hat sich nichts geändert. Was sich geändert hat, ist mein restliches Leben. Dieses Gefühl von "ich habe keine Zeit für nichts", ist leider ständig da. Obwohl ich weiß, dass ich die Zeit habe. Natürlich hätte ich die Zeit am Sonntag rauszugehen und ein Outfit Foto zu machen. Und am Samstag auch. Und natürlich könnte ich jede Woche mindestens 2-3 Posts schreiben. Aber wenn ich dann zu Hause bin und nach ca. 8 Stunden Laptop schon wieder vor einem Laptop sitze, gucke ich mir lieber YouTube Videos an, als einen Post zu schreiben. Ich hab ja eh keine Fotos, weil ich am Wochenende einkaufen gehen muss und danach lieber Zeit mit Menschen, die ich unter der Woche kaum sehe. Es ist wie es ist. Ich möchte versuchen den Blog wieder lebendiger werden zu lassen. Ich meine - Hallo? London?

Eine liebe Leserin hatte sich ein Recap gewünscht. Und das schon vor ca. 2 Monaten. Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht so ganz weiß, was genau darin enthalten sein soll. Restaurants, Cafés, "coole" Orte à la Shoreditch, Camden und Hackney? Oder soll es um mein Leben hier gehen, wie mir London gefällt, was ich so tue? Dieser Post hier wird erstmal letzteres behandeln. Wenn ihr Interesse an ein paar Tipps für Restaurants etc. habt, dann lasst es mich wissen.

Dollis Hill Shadwell Basin East London West London

Generell ist London schon sehr stressig, laut, voll. Überall wo man ist, ist sicherlich auch jemand anders und es ist sicherlich auch ziemlich laut. Und wenn es "nur" das 3-Jährige Nachbarskind ist, das anscheinend später schlafen geht als ich. Für schwache Nerven ist das hier also alles nichts und zum Ende der Woche möchte ich mich manchmal einfach mit Oropax in mein Zimmer setzen und die weiße Wandanstarren. Reizüberflutung. Immer und überall. Aber irgendwie... gefällt es mir trotzdem.

Ich habe meine Liebe zu Pad Thai entdeckt und dass Sport am Morgen doch gar nicht so schlimm ist wie ich dachte. Mittlerweile besuche ich nämlich regelmäßig vor der Arbeit das Fitnessstudio, teilweise schon um7:15 Uhr. Ja, da bin ich stolz drauf. Außerdem gefällt mir das Tube fahren, wenn man genug Platz hat. Mir gefallen die Parks (besonders Primrose Hill und Hampstead Heath) und die Sicht auf St. Paul's und den Shard, wenn ich aus dem Büro komme. Ich mag die Märkte rund um unser Büro (Exmouth Market und Leather Lane Market), wo man in der Mittagspause immer etwas leckeres zu Essen bekommt. Es ist unglaublich parktisch, dass ich sieben Tage in der Woche einkaufen gehen kann.Teilweise sogar bis 24 Uhr. Großstadt eben.

SkyGarden Shadwell Basin London

Dieser Post ist ein ziemliches wirrwarr, was teilweise wohl daran liegt, dass ich 2 Monate gebraucht habe um ihn fertig zu schreiben und kein richtigen Plan hatte, was ich überhaupt schreiben wollte. Auf der anderen Seite bin ich mit über London selber nicht so im Klaren. Und so ist es wohl bei vielen. Manchmal liebt man London und manchmal hasst man es. Die Frage ist: Was überwiegt?


translation
It took me 2 months to finish this post. And it is really not like I sat infront of my computer everyday and thoughtfully composed the sentences. It is more that I started writing it, then my computer was slow, just like the internet right now, and I gave up. I'll just do it tomorrow. My mom knows my "tomorrows" well. This time, tomorrow took 2 months. And it almost did not happen again because of our brilliant internet connection. But hey, here it is. My 7months in London post.

What can I say? You're definitely never alone in London. And with a 99% chance, there is some kind of noise to be heard as well. Even if it is "only" the neighbour's child who has a passion for playing with toy balls or hammering on the floor (yup, my room is right under their living room). Sometimes you love London. And I love London when I can satisfy my new passion for Pad Thai. Or when I can stroll through one of my favourite parks - Primrose Hill and Hampstead Heath. Or when the tube is really quite and I can just sit there and listen to my music. Preferably after 9pm. I also love London when I come from my office and turn around the corner and the first things I see are St. Paul's and the Shard, looking beautiful amongst the other buildings. Sometimes, though, I hate London. I hate London when I can't stand sharing a flat. Or when the tube is busy with annoying tourists (yes, I am one of these too sometimes.. I know...). Or when there are drunk English people around. Or when the noise and the almost 9 million just really get on my nerves. The question is - Are there more days that I hate London, or that I love London?

Personal: Lang, lang ist's her...

10.01.2016
...dass ich meinen letzten Artikel geschrieben habe. In einem Kommentar habe ich noch gesagt, dass es wahrscheinlich was länger dauern würde. Aber so lange - das hatte ich nicht geplant. Nun ja, das Berufsleben nimmt eben doch ziemlich viel Zeit in Anspruch. Und abends hatte ich dann auch oft keine Lust mehr, mich noch an den PC zu setzen. Ich habe sogar meine YouTube-Sucht abgelegt, obwohl sie so langsam wiederkommt. Jetzt, wo sich endlich alles so einigermaßen gefunden hat.

Ich wohne nun schon seit 3 Monaten in London. Dass es heute wirklich GENAU drei Monate sind ist Zufall. Am 10.10.2015 bin ich angekommen. In dem Zimmer im Haus genau gegenüber von meinem jetzigen Zimmer. Das kommt mir alles schon so ewig her vor... Ich habe mich mittlerweile gut eingelebt. Ich habe Anthropologie zu meinem neuen Lieblingsgeschäft erklärt. Nicht wegen der Kleidung, sondern eher wegen den Wohnaccessoires. Jedes Mal wenn ich dort bin, und das ist fast jede Woche, möchte ich am liebsten ALLES kaufen. Mein nächster Post wird auf jeden Fall eine kleine Room Tour um euch meine Schätze zu zeigen.

Was soll ich euch sonst über das "London Life" erzählen? Irgendwie lebt es sich so vor sich hin. Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich kaum irgendwelche Touri Sachen mache aber doch alle von mir erwarten, dass ich Ihnen die Hot Spots zeigen kann, die nicht jeder kennt. Aber auch in London möchte man am Wochenende einfach mal ein bisschen seine Ruhe haben und nichts tun.

Ich liebe das Tubefahren. Zumindest im Moment noch. Ich mag unsere Nachbarn von oben drüber nicht. Sie haben mich schon einige Male mit ihrem lauten gepolter aus dem Schlaf gerissen. Ich mag mein Bett, es ist so unglaublich kuschelig und bequem und es steht direkt neben dem Fenster. Es ist toll am Wochenende einfach hier zu sitzen, Kaffee zu trinken und aus dem Fenster zu schauen. Shoreditch - eine Hassliebe. Nein, ich bin nicht cool genug für Shoreditch und fühle mich irgendwie fehl am Platz. Aber ich liebe die Geschäfte und die vielen Restaurants. Jedes mal, wenn ich über die Bricklane laufe, mache ich mir mentale Notitzen, dass ich in X Restaurants unbedingt mal rein muss.

translation
I have been living in London for exactly 3 months today. And it really does not feel like it. The days and weeks go by. And I feel bad that I do not explore London more. But honestly - no matter where you are, on weekends you want some off time and for me that is - among other things - staying in bed longer, being lazy. Drinking coffee while watching YouTube videos (again after I had abadonned YouTube for a while). Anyway, I will try and post more again, because I love my blog and I really truly think about it very often. That I should ost something.. should make an effort. I will. Happy Sunday everyone!
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