Personal: Baustelle Leben. Eins nach dem anderen und nichts überstürzen.

24.07.2015
Manchmal hat man Tage oder Wochen oder auch mal Monate, da wird einem alles zu viel. Nichts läuft wie es laufen soll. Und man fühlt sich irgendwie so hilflos. Als wenn man nichts machen könnte außer zuzusehen, wie alles anders läuft, als man es gerne hätte. Das Leben ist eine riesige Baustelle. Und was es noch schlimmer macht: Bei allen anderen scheint es viel besser zu laufen. Sie packen etwas an und irgendwie funktioniert es.
Wenn man dann mal richtig hinhört und ein bisschen zwischen den Zeilen liest, merkt man schnell, dass auch bei den anderen nicht alles so rund läuft, wie man zuerst wahrgenommen hat. Das hilft einem schon mal, sich nicht mehr ganz so unfähig zu fühlen. Oder man ist immerhin zusammen unfähig. Aber so richtig hilft natürlich auch das nicht. Die Probleme und Baustellen im Leben verschwinden davon zumindest nicht. Oder wenn, dann nur kurz, über ein Glas Weiswein beim Grillen mit den besten Freundinnen. Am Montag Morgen sieht man dann aber schon wieder das imaginäre Flatterband im Wind wehen, dass die Baustellen umgibt.

California Kalifornien San Francisco

Meine persönlichen drei Baustellen sind im Moment das Berufsleben, die eigene (nicht-vorhandene) Wohnung und dann ist da ja auch noch das Single-Dasein, mit dem ich mich zwar gut abfinde, aber ideal ist es ja auch nicht.
Das leidige Thema der Jobsuche verfolgt mich mittlerweile schon seit fast zehn Monaten. Natürlich sitze ich nicht seit Oktober zu Hause und drehe Däumchen. Die meiste Zeit habe ich ein Praktikum gemacht. Dieses ist aber bald zu Ende. Schon seit Wochen höre ich die Frage "Und, was kommt nach dem Praktikum?" Ich kann die Frage nicht mehr hören. Ich will die Frage auch nicht mehr hören. Ich habe nämlich keine Antwort. Zumindest keine zufriedenstellende. "Im August bin ich erstmal im Urlaub und dann...." Tja, und dann?! "...und dann weiß ich noch nicht. Ich hoffe, dass sich bis dahin noch was ergibt. Ansonsten weiter bewerben." Darauf folgen dann immer Sätze, die die Wörter "sollte man nicht meinen" "das ist wirklich schwer heutzutage" und "trotz Masterabschluss!?" enthalten. Immer. Jedes Mal.
Aus Baustelle 1 ergibt sich Baustelle 2. Die Wohnsituation. Meine Freundinnen heiraten, bauen Häuser, kriegen Kinder (Ah crazy! Das hab ich immer noch nicht ganz realisiert.) und ich? "Hallo, ich bin die MissK und ich wohne bei meinen Eltern. In meinem Kinderzimmer." Ideal ist anders. Natürlich ist es nicht der Weltuntergang. Aber eine chice eigene Wohnung? Wo ich machen kann was ich will? Das wäre so langsam schon ganz schön.
Baustelle 3, das Single-Dasein ergibt sich vielleicht unterbwusst aus den anderen beiden Problemzonen. Ich glaube, dass ich erstmal die anderen Teile meines Lebens auf die Reihe kriegen muss, bevor sich hier etwas tut. Und das ist auch gut so.

Ich glaube es ist wichtig, dass man sich nicht vornimmt, sein ganzes Leben aufeinmal umzukempeln. Ich glaube, dass jeder einzelne Bereich viel Aufmerksamkeit braucht. Zumindest so lange bis 'es läuft'. Und diese Aufmerksamkeit sollte man seinem Leben auch schenken. Bis man zufrieden ist. Eins nach dem anderen. So, wie wir auch immer die Matheaufgaben lösen sollten. Damals, in der Schule. Die Textaufgaben. Erstmal lesen und überlegen, was gefragt wird. Dann die Informationen herausschreiben. Und dann anfangen zu rechnen.
Deswegen kümmere ich mich erstmal um mein Berufsleben. Sage mir immer wieder, dass ich bloß nicht aufgeben darf. Dran bleiben muss. Denn alles hinschmeißen bringt auch nichts. Ich glaube fest daran, dass sich in naher Zukunft alles regelt.

“Everything will be ok in the end. If it's not ok, it's not the end.”- John Lennon

Traveling: Vorbereitungen für Indien - Teil 2: Das Visum - e-Tourist Visa (eTV)

15.07.2015
Ich wusste von Anfang an, dass ich ein Visum für Indien brauchte. Aber ich wusste nicht, wo ich es herbekomme. Ich habe zwar schon einige Visa in meinem Leben beantragt, aber immer nur für die USA und da wurden mir die Dokumente zugesendet bzw. wurde mir die Homepage gesagt, auf der ich es beantragen muss. Für Indien war das nun nicht der Fall. Ich googlete also "Visum für Indien beantragen". Ich hatte einige Seiten zur Aushwahl und war schon ziemlich verzweifelt. Dann suchte ich nach der Homepage mit der .gov-Endung. Ich fand sie, klickte drauf und landete auf einer sehr bunten Homepage. Das ist nun die Homepage für die Visum Beantragung? Die richtig Echte? Offzielle? .... Interessant.

Ich las mir einige Anleitungen durch, wie man das Visum beantragt, weil das angeblich ziemlich kompliziert sein sollte. Ich machte mir schon riesige Sorgen. Sah mich hier sitzen, mit Flug aber ohne Visum. Dazu kam noch, dass man das Visum erst maximal 35 Tage vor Abflug beantragen kann. Ich wollte das gerne schon 2 Monate früher machen, man weiß ja nie. Aber nix da. Ich musste warten. Und warten. Und warten. Und dann kam der Tag an dem ich endlich "durfte".

Indien Goa

1. Benötigte Unterlagen

Ihr benötigt natürlich euren Reisepass. Dieser muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein. Außerdem braucht ihr ein eingescanntes Passfoto (JPEG Format) von euch. Die genauen Bestimmungen für das Foto findet ihr hier. Beim Fotografen habe ich für 2 Fotos ca. 40 € gezahlt. Dann solltet ihr euren Reisepass einscannen und zwar die beiden Seiten wo euer Foto drauf ist und die Angaben zu eurer Person. Also Größe, Augenfarbe und so weiter. Speichert es als PDF Dokument ab. Ihr braucht außerdem einen Drucker, um den Bescheid über das Visum auszudrucken. Den bekommt ihr dann nämlich hinterher per E-Mail zugesendet.

2. Der Ablauf

Der Ablauf des Antrags war - widererwarten - ziemlich einfach. Es hat ca. 30 Minuten gedauert alles auszufüllen und hochzuladen. Ihr müsst Angaben zu eurer Person machen, die Namen eurer Eltern und von einer Person in Indien angeben. Es wird gefragt, wo ihr in den letzten 10 Jahren hingereist seid (die Angabe ist allerdings freiwillig), ob ihr schon mal eine andere Nationalität hattet und so weiter. Es sind alles Fragen, die man leicht beantworten kann. Aber ihr solltet auf jeden Fall ordentlich und gewissenhaft arbeiten, weil Fehler hier zum Ablehnen des Visums führen können. Ihr könnt den Antrag auch unterbrechen und zu einem anderen Zeitpunkt weiterführen. Es wird fast alles gespeichert. Bei mir hat das Internet einmal den Geist aufgegeben und ich musste noch mal von vorne Anfangen. Das meiste war wie gesagt gespeichert aber ein paar ziemlich wichtige Angaben waren nicht mehr gespeichert. Ich kann jetzt leider nicht mehr sagen welche das waren aber überprüft noch mal alles! Vor allem die Felder die angeklickt werden müssen! Die verändern sich nämlich nach dem Neustart teilweise wieder. NOTIERT EUCH UNBEDINGT DIE NUMMER, DIE OBEN IMMER ANGEZEIGT WIRD! Die braucht ihr, um wieder zu eurem Antrag zurückzukehren.
Am Ende müsst ihr dann noch die Visumsgebühr bezahlen, die beträgt ca. 65 €.

3. Die Bestätigung

Wenn ihr alles ausgefüllt und abgeschickt habt dann bekommt ihr innerhalb von 72 Stunden eine Bestätigung, dass euer Visum genehmigt wurde (oder auch nicht ;) ). Bei mir ging es allerdings viel schneller. Ich hatte innerhalb von weniger als 24 Stunden schon eine Rückmeldung, dass mein Visum erlaubt wurde. Juhuuu! Ich kann endlich wieder ruhig schlafen. Jetzt müsst ihr diese E-Mail nur noch ausdrucken (am besten gleich 2 mal, für den Notfall) und bei eurer Reise mitführen. Das richtige Visum bekommt ihr dann bei der Einreise in euren Reisepass geklebt.

In weniger als 4 Wochen geht mein Flug nach Mumbai. In genau einem Monat bin ich schon in Goa und meine Reise ist schon bald wieder vorbei. Ich bin ja nur 10 Tage dort. Mal einen ersten Eindruck von Indien bekommen. Ich bin so gespannt und aufgeregt und nervös und mache mir ein bisschen Sorgen, dass ich mit der ganzen anderen Kultur nicht klar komme. Aber das wird schon alles werden. Think Positive!

Outfit: Maxirock von Bik Bok

10.07.2015
Schon seit Wochen sagte ich, dass ich einen Maxirock haben möchte. Aber zum Shoppen kam ich irgendwie nie. Als meine Eltern sich dann vor ein paar Wochen auf den Weg Richtung Nordkapp machten sagte ich ihnen, sie sollten mir doch bitte etwas von Bik Bok mitbringen. Und was war das? Genau. Ein Maxirock. Mit Batikmuster. Mit Batikmuster habe ich mich mittlerweile (größtenteils) angefreundet und habe mich daher auch sehr über den Rock gefreut.

Total motiviert zog ich den Rock gestern direkt zum Essen gehen an. Das war ein kleiner Fehler. Normalerweise ziehe ich 'unsichere' Kleidungsstücke erstmal zu Hause an. Was den Rock unsicher macht? Na ja, zum Beispiel die Schlitze an den Seiten und, dass er natürlich viel zu lang ist. Ich musste ihn also mit meinen extrem hohen Wedges tragen.
Ich hatte nicht geplant, dass wir bei Wind durch halb Düsseldorf vom Auto zum Restaurant laufen müssen. So war es dann aber natürlich. Dank des Winds flog mir also ständig der Rock auf. Uuuuups....
Mein Plan für's nächste Mal: Den Rock kürzer machen lassen und flache Schuhe anziehen. Dann kann von mir aus auch der Rock vom Wind aufgeweht werden. OhneAbsätzen sieht das nämlich anders aus, als mit 13(?)cm.

Bik Bok Rock Outfit Sommer Maxirock
Bik Bok Rock Outfit Sommer Maxirock
Bik Bok Rock Outfit Sommer Maxirock
Liebeskind Olbia Handtasche

T-Shirt: H&M
Rock: Bik Bok
Tasche: Liebeskind 

//translation
I had been talking about wanting a maxi skirt for weeks. And when my parents went on their trip to the North Cape, I asked them to get me something from Bik Bok. Apperently my mom had actually listened to me and bought me a maxi skirt - yaaaay! It is a little bit too long, of course. But I love the pattern and everything about it. Except for when wind comes into play. I made that experience yesterday... awkward! ;)

Was inspiriert euch?

02.07.2015
Im Internet lese ich öfter mal, dass manche Leute beim Joggen durch den Wald den Kopf so freibekommen und unglaublich gute Einfälle haben. Wie oft habe ich schon krampfhaft versucht mir beim Joggen irgendwas einfallen zu lassen. Vergebens. Ich plane lieber bevorstehende Gespräche in meinem Kopf. Oder sage jemandem mal so richtig die Meinung. Im Kopf kann man das ja ohne Konsequenzen machen...

Inspiration Sommer

Hättet ihr mich vor einem Monat gefragt was mich inspiriert, hätte ich euch keine Antwort geben können. Ich wusste es schlicht und einfach nicht. Weil ich auch gar nicht so genau wusste wie es sich anfühlt "inspiriert" zu sein. Und dann.. vor ein paar Wochen fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Und wisst ihr, was ich in dem Moment gemacht habe? Ich bin Auto gefahren. Autofahren inspiriert mich. Nicht, wenn ich gernervt im Stau stehe und einfach nach Hause möchte. Aber morgens, wenn der Verkehr fließt, die Musik gut ist und die Sonne gerade aufgeht. Oder abends, wenn die Sonne wieder untergeht. Ich mir superschöne Farben im Himmel ansehen kann. Mein Auto vor sich hinschnurrt und meine momentane Lieblingsmusik aus den Lautsprechern kommt. Dann kommen mir so viele Ideen. Vor allem Ideen zu meinem Blog. Die Idee für diesen Post hier ist auch im Auto entstanden. Auf dem Weg nach Hause, bevor der große Stau kam.

Der einzige Nachteil, wenn einem beim Autofahren (gute?) Ideen kommen: Es ist schwierig sie aufzuschreiben. Man kann nicht mal eben das Notitzbuch in die Hand nehmen. Aber das ist wohl beim Joggen auch nicht anders.

 Jetzt möchte ich aber gerne mal von euch wissen: Was inspiriert euch?

translation
If you asked me a few months ago what inspires me, I would not have known. But a few weeks ago now, the coin dropped. Actually driving in my car inspires me. I get so many (good?) ideas while driving. I never realised it before but it's true. It's not the case when I am stuck in traffic of course. But when I watch beautiful sun sets or sun rises while driving on the motorway with my favourite music playing... it's perfect. What inspires you??
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