Personal: Mein Vorsatz ist: Weniger langweilig sein

10.03.2015
Ich erinnere mich noch an einen Morgen hier zu Hause, kurz vor Weihnachten muss es gewesen sein. Mein Vater las die Zeitung und teilte mit, dass in England das Rauchen zu der häufigsten Todesursache gehört. Und mit Alkohol haben sie auch ein Problem. Gut, das ist nichts Neues. Der Artikel in der Zeitung zielte natürlich auf die altbekannten Vorsätze ab: Mit dem Rauchen aufhören, weniger Alkohol, mehr Sport, mehr Obst und Gemüse. Mein Vater fragte mich, was denn mein Vorsatz wäre. Ob ich überhaupt einen hätte? Ich brauchte nicht lange überlegen. Auch wenn ich Vorsätze eigentlich bescheuert finde (mach's doch einfach Mädel!): Weniger langweilig sein. "Aha! Also mehr trinken und mehr rauchen?". Aus Spaß sagte ich ja, obwohl ich nicht rauche und auch nicht besonders oft Alkohol trinke. Was ich viel mehr meinte: Einfach wieder mehr machen. "Life happens out of your comfort zone." Ich liebe diesen Spruch, denn er ist wahr. In den letzten ein oder zwei Jahren bin ich etwas faul geworden. Und zwar "sozial-faul". Sonntagmorgen um 7:30 Uhr aufstehen um mit den Freundinnen frühstücken zu gehen? Nää... lieber länger schlafen. Samstags abends um 21:00 Uhr noch vor die Tür, durch die halbe Stadt fahren nur um 2 Bionaden zu trinken? Näää... lieber zu Hause gemütlich im Bett liegen und fernsehen gucken. Gleichzeitig habe ich die Treffen mit meinen Freundinnen vermisst. Früher haben wir uns jedes Wochenende gesehen. Stundenlang. Haben gequatscht, gekocht und sind dann noch um die Häuser gezogen. Heute sieht das ein bisschen anders aus. Irgendwie ist es ja auch cool geworden langweilig zu sein. Der Hashtag 'wildfridaynight' ist nicht halb so wild wie er sich anhört. Und den Satz "Joaa.. wir sind ein bisschen langweilig, aber uns gefällt das." Habe ich in letzter Zeit auch extrem häufig gehört.

Life happens out of your comfort zone MissK En Route

Da mache ich aber nicht mehr mit. Ich bin noch keine 45 Jahre, sondern noch nicht mal 25. Ich will in meinem Leben noch einiges erleben. Verrückte und lustige Momente mit den Freundinnen. Spannende Reisen. Deswegen sage ich zu Verabredungen ja, auch wenn das heißt, dass ich früh aufstehen muss. Auch wenn es heißt, dass ich spät noch los muss, obwohl ich dann schon immer so müde bin. Ich sage ja, auch wenn ich weiß, dass eventuell nur Leute da sein werden, mit denen ich nicht so viel Kontakt habe. In Zeitschriften heißt es oft "Einfach mal nein sagen". Für mich heißt es "Einfach mal ja sagen". Und das klappt wunderbar. Ich habe mich zu einem Französischkurs angemeldet, bei dem ich niemanden kannte und noch nicht mal wusste, ob das Level nicht vielleicht viel zu hoch ist. Was ich nun davon habe: In zwei Wochen einen Wochenendtrip nach Paris mit vielen, zwar etwas älteren, aber super netten Menschen. Ich habe mich zu meinem 2. Halbmarathon angemeldet und habe endlich wieder ein sportliches Ziel vor Augen. Und zwar eines, das mir ein bisschen Angst macht. "Life happens out of your comfort zone." Ich habe zugestimmt eine Freundin in Indien zu besuchen. Macht mir das Angst? Ja irgendwie schon. "Life happens out of your comfort zone."

Einfach mal wieder machen. Nicht lange nachdenken, sondern einfach ja sagen. 

Kommentare:

  1. TRUE WORD! Ich habe MEIN soziales leben in den letzten 5 Jahren Beziehung leider auch immer mehr vernachlässigt, aber ich bin mittlerweile dabei, vieles wieder gut zu machen ;)

    Find deine Einstellung toll!

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    1. In Beziehungen passiert das leider immer viel zu schnell, das habe ich auch schon merken müssen. Aber hauptsache man kann noch die "Notbremse" ziehen :)

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  2. Richtig schöner Post! Irgendwie bleibt man doch manchmal lieber zu Hause, mit der Ausrede, keine Zeit zu haben, obwohl man sich doch mit jemanden treffen könnte...
    Ich finde es toll wie du dein Leben "umkreppelst" und dir Ziele setzst!

    Alles Liebe,
    Belli von Sweet like sugar

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    1. Dankeschön :) man ist manchmal wirklich zu bequem. Ich stelle mal so in den Raum, dass Whatsapp, Instagram etc. da auch etwas zu beitragen. Denn auch wenn man alleine zu Hause ist, ist man ja oft doch nicht "ganz alleine" weil man immer noch mit jemandem bei Whatsapp oder so schreibt. Da kommt einem das Alleinsein gar nicht so alleine vor.

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  3. wirklich toller Post ! das mit dem sozial faul sein kenne ich.. ich bin in der Schule und im Fitnessbereich so fleißig, dass ich Abends auch oft keine Lust mehr habe etwas zu machen und lieber alleine im bett rumliege, regt auf jeden Fall zum nachdenken an !

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    1. Schule ist ja auch wichtig :) hihi Sport aber natürlich auch. Ich denke man muss die goldene Mitte zwischen allem finden. Wenn man sich nicht gut fühlt, weil man keine Zeit für den Sport hat oder die Noten schlecht werden, kann man die freie Zeit ja auch nicht genießen.

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  4. Danke für diesen interessanten Inspirationspost! :)
    Liebe Grüße und noch einen schönen Tag!
    Claire

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    1. Danke ich wünsche dir auch einen schönen Tag :)

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  5. Sehr schöner Post :)
    Du hast recht! Outside your comfortzone, there is where the magic happens :)
    Liebe Grüße
    Karina

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