Weekly 25: "Ich selbst" sein.

05.08.2012


Immer wieder hört man „sei du selbst“ und „verstell dich nicht“. Auf der anderen Seite wird es dann aber als negativ angesehen, wenn man z.B. seine schlechte Laune offen zeigt oder sogar an Menschen auslässt, die eventuell gar nichts damit zu tun haben. Also was denn nun?! Soll ich „ich selbst“ sein und dann auch meinen Unmut kundtun und meine schlechte Laune zeigen wenn sie da ist? Oder soll ich meine Emotionen beiseiteschieben und das nette, höfliche und zuvorkommende Mädchen sein? Ein Zwiespalt. Und nicht nur ein Zwiespalt sondern… mehr. Denn im Endeffekt wird von uns erwartet, dass wir unsere Launen immer der Rolle anpassen, in der wir gerade stecken. In der Öffentlichkeit sollte ich nett sein, meinen Eltern gegenüber kann ich meine schlechte Laune (sachlich!) präsentieren. Würde ich noch zur Schule gehen, würde von mir erwartet, dass ich, genauso wie in der Öffentlichkeit, meine Emotionen unter Kontrolle habe. Und wenn ich das alles immer schön so mache bleibt die Frage: Bin das dann „ich“? Bin „ich selbst“ dann die, die sich kontrolliert oder eigentlich die, die frei rummotzt und rumschreit?

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