Mein Auslandssemester in Kalifornien 2011 - Warum? Wie? Wo? Was?

16.07.2012
Vor einigen Tagen wurde ich gefragt, ob ich nicht noch mal etwas zu meinem Auslandssemester im letzten Jahr schreiben könnte. Das mache ich natürlich sehr gerne und habe hier versucht die wichtigsten Dinge zusammenzufassen. Falls ihr noch fragen habt, dann könnt ihr sie gerne hier unter dem Post oder auch bei Formspring stellen. Ich würde diese dann genau in einem weiteren Post beantworten.

Warum?
Schon in der 11. Klasse war ich für ein halbes Schuljahr in den USA. Die Zeit war zwar nicht die Beste meines Lebens, denn ich habe in einem winzigen Kaff gewohnt, aber es war trotzdem toll. Ich habe dort so viele neue Erfahrungen gemacht, Menschen kennengelernt und vor allem mein Englisch so verbessert. Da ich sehr gerne reise und auch keine Probleme habe länger von zu Hause weg zu sein (ganz im Gegenteil!) stand für mich schnell fest, dass ich auch während meines Studiums wieder ein Auslandssemester machen möchte. So viele Chancen hat man nicht und diese wollte ich mir nicht entgehen lassen. Mein Englisch konnte und kann immer noch verbessert werden. Außerdem macht man bei solchen Reisen / Aufenthalten Erfahrungen, die man sonst niemals in seinem Leben machen wird. Das richtige Leben in einem Land lernt man nicht kennen, wenn man dort 3 Wochen Urlaub am Strand macht.

Wie?
Für mich stand von Anfang an fest, dass ich wieder in die USA wollte. Ich mag die USA einfach und mir gefiel der Gedanke noch mal ein halbes Jahr dort zu leben. Da mein Schnitt für unsere Partnerunis nicht gereicht hat, habe ich mich auf die Such nach einer Organisation gemacht. Durch Google bin ich dann auf College Contact aufmerksam geworden. College Contact hat 24 Partnerunis in den USA im Angebot. Die meisten sind in Kalifornien. Die Organisation hilft einem bei dem Bewerbungsprozess bei den Unis und man wird auch sehr gut mit Infos versorgt. Alleine ist es sicherlich sehr schwer einen solchen Aufenthalt zu planen. Mit College Contact war es aber überhaupt kein Problem.

Wo?
Da ich ja nun schon wusste, dass ich in die USA wollte habe ich mir die anderen Unis, de College Contact im Angebot hat, gar nicht mehr angeguckt. Sofort fiel mir die große Anzahl an Unis in Kalifornien auf. Und was soll ich sagen - was hört sich besser an, als 4 Monate in Kalifornien zu leben?! So entschied ich mich also für den "Golden State". Nun hatte ich noch 17 Unis zur Auswahl. Ich las mir viele Erfahrungsberichte durch und machte auch eine Kostenübersicht. Im Endeffekt entschied ich mich für die California State University Fullerton. Die Erfahrungsberichte klangen alle sehr gut und die Studiengebühren lagen noch im unteren Bereich.

Was? / Alles / Sonstiges
Der Bewerbungsprozess für ein Auslandssemester ist ziemlich langwierig. Man sollte früh genug mit der Planung beginnen. Es gibt viel Papierkram zu besorgen und auszufüllen. Dann steht noch ein Besuch bei der Botschaft an, um das Visum zu beantragen. Der Flug will gebucht werden und eine Unterkunft sollte man sich auf im Vorfeld suchen. Ich habe ca. 10 Monate bevor ich geflogen bin mit der Planung angefangen. Man hört oft, dass man schon 1,5 Jahre vorher anfangen soll, das ist aber nicht nötig. Die 10 Monate haben mir völlig gereicht und ich hatte keinen Streß.
Während ich nun in Fullerton war habe ich in einem Apartmentkomplex (University Village) gewohnt. Die Anlage sah ein bisschen aus wie eine amerikanisches Motel. Es gab einen Pool und einen Mensa. Man hat immer mit 2-3 anderen Studenten zusammengewohnt. Ich habe mit einer Koreanerin und einer Amerikanerin zusagemmen gewohnt. Wir haben wie in einer WG gewohnt. Jeder hatte sein eigenes Zimmer. Küche und Wohnzimmer wurden geteilt. Die Koreanerin und ich haben uns auch das Badezimmer geteilt. Das ist alles überhaupt kein Problem gewesen. In anderen Wohnungen gab es allerdings auch Doppelzimmer. Das wäre nichts für mich gewesen. Ich war froh mein eigenes Zimmer zu haben.
Die Uni unterscheidet sich stark von den deutschen Unis. Man bekommt Punkte für die Beteiligung am Unterricht und man hat Anwesenheitspflicht. Außerdem werden ständig Tests und Hausarbeiten geschrieben. Dazu kommen dann noch Klausuren (Midterms und Finals - teilweise auch 2 Midterms) und Präsentationen. Der Stoff an sich ist aber leichter als hier in Deutschland. Wenn man fleißig ist sollte die Uni kein Problem sein.
Das Leben in Fullerton war einfach ein Traum! Man kann es gar nicht anders beschreiben. Es war wirklich so, wie man es sich vorstellt. Palmen an den Straßen, immer Sonne, super nette Leute und richtig gute Parties. Und wenn man "mal eben" nach L.A. fahren kann oder "mal eben" für ein Wochenende nach Las Vegas, ist das schon richtig super. Kalifornien und die anliegenden Staaten bieten wirklich gute und relativ nahegelegene Ausflugsziele.
In diesen Monaten hatte ich wirklich so etwas wie "the time of my life". Natürlich werden auch noch andere tolle Zeiten folgen. Aber diese 4 Monate waren etwas ganz besonderes. Mit soooo tollen Leuten. Mittlerweile ist es fast 1 Jahr her seit dem ich geflogen bin. Am 10.08. ist es genau 1 Jahr. Und was soll ich sagen... ich würde morgen sofort wieder hinfliegen und am liebsten dort bleiben. Ich vermisse das Leben und die Leute jetzt immer noch extrem. Es verging bis jetzt kein Tag, an dem ich nicht an meine Zeit dort gedacht habe. Die 4 Monate gingen viel zu schnell vorbei. Hätte ich die Chance gehabt das Auslandssemester zu einem Auslandsjahr zu verlängern, hätte ich das sofort getan. Wer also die Chance hat so etwas zu erleben, der sollte diese auf jeden Fall wahrnehmen!

Nach dem Break gibt es noch ein paar Fotos. Keine typischen "Urlaubsbilder" sondern eher welche, die etwas von meinem Leben dort zeigen.
An dieser Straße standen wir jeden Samstag, wenn wir den Bus zur Mall genommen haben.

Ein Teil meines Zimmers

Ein Teil des Apartmentkomplex (University Village)

L.A., nur 50 Min. mit dem Auto entfernt..

Wochenendtrip nach San Francisco

Schwimmen in New Port Beach

Die besten Desserts bei T.G.I. Friday's (Oreo Madness)


Party...


... Party...


... Party....


.... Party!


Ein Morgen danach.


S.o.


Einer der letzten Abende in Fullerton. Vor unserer Tür aufgenommen.



Kommentare:

  1. Wow, das klingt echt super :) Ich bin auch gerade dabei, verschiedene Möglichkeiten für einen Auslandsaufenthalt abzuwägen... Was hat das Ganze denn insgesamt ca. gekostet?

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  2. ohh ich würde auch so so gerne ein auslandssemester machen ! Mal schauen ob das was wird :)

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  3. wow das klingt traumhaft!!:) ich fange mein studium diesen september an und wenn ich genug punkte habe, dann kann ich mich für ein auslandsemester bewerben. das möchte ich unbedingt!!!:) was gibts schöneres als in Cali zu studieren und party zu machen.. aiai:))

    liebe grüsse xx

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  4. Ich überlege mir das mit dem Auslandssemester auch, Kalifornien wäre natürlich traumhaft! Mich würde auch interessieren, wie teuer das ganze ungefähr war? Warst du in so einem Unterstützungsprogramm wie Erasmus oder musstest du alles aus eigener Tasche bezahlen? Kalifornien wäre einfach ein Traum für mich :) Liebe Grüße

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  5. Das macht mich ganz neidisch, sieht nach einer aufregenden Zeit aus! Und besonders der Pool im Garten ist ein Traum. Wie viele würde ich auch gerne mal eine Zeit in Kalifornien verbringen, aber ich glaube das lässt sich nicht so einfach einrichten... :)

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  6. So wie du es beschreibst, wird meine Vorfreunde größer und größer :D
    Bin grad eher zufällig auf der Suche nach mehr Informationen über die Fullerton auf deinen Blog gestoßen und was soll ich sagen: mal fettes Lob ;)

    In paar Wochen heißt es auch für mich ebenfalls ab nach Fullerton :D
    Was hast du denn für Kurse besucht? Da ich mir eigentlich keine Prüfungen mehr anerkennen muss suche ich nach interessanten Fächern. Kannst du was empfehlen?
    Ich hoffe, dass ich in den ersten Wochen mit meinem bescheiden Schulenglisch dort überlebe ^^

    Falls du wieder in Erinnerungen schwelgen willst bist du herzlich eigeladen uns auf unserem Blog zu folgen :)

    Liebe Grüße
    Juri

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