Man soll aufhoeren wenn's am schoensten ist...

13.12.2011

Es ist der 13. Dezember 2011 und das Jahr ist fast um. Selbiges gilt auch fuer mein Auslandssemester. Gestern in genau einer Woche geht es fuer mich mal wieder ins Flugzeug und auf zur sozusagen letzten Etappe: New York City!
Ich freue mich natuerlich schon sehr auf NY, trotzdem wuerde ich das Abflugdatum am liebsten noch 1-2 Monate hinauszoegern - oder noch laenger. Gerade jetzt wo ich mich richtig eingelebt habe muss ich schon wieder gehen. Breche alle Zelte hinter mir ab und verlasse Fullerton und viele tolle Leute mit dem Wissen, dass ich sie mit grosser Wahrscheinlichkeit nie mehr wiedersehen werde. Natuerlich werden Versprechungen gemacht, dass man sich besuchen kommt, aber sind wir mal ehrlich - in den meisten Faellen passiert das sowieso nicht. Die Distanz Deutschland - USA ist zu gross, der Flug zu teuer.
Ein bittendes "Ihr duerft nicht gehen, bleibt doch einfach hier" machen die Gedanken an den Abschied nicht gerade einfacher und ich sollte wahrscheinlich schon jetzt anfangen einen Vorrat an Taschentuechern zu beschaffen.
Wir alle haben uns erst vor 4 Monaten kennengelernt, doch es kommt mir vor, als wenn ich viele der Leute schon ewig kenne. Man sieht sich jeden Tag, man isst zusammen, man feiert zusammen, man geht zusammen einkaufen und zur Uni. Wir sind ein Haufen Leute, bunt gemischt aus fuenf Laendern und jeder Einzelne hat seinen Teil dazu beigetragen, dass diese vier Monate Auslandssemester zu den besten, lustigsten, abwechslungsreichsten und spannensten Monaten meines bisherigen Lebens gehoeren.
Ich habe ein schlechtes Gewissen wenn Freunde mir sagen, dass sie sich freuen mich bald wiederzusehen und ich im Moment wirklich nicht sagen kann, dass ich mich freue nach Hause zu kommen. Ganz im Gegenteil. Wenn ich koennte - ich wuerde vieles tun um hier zu bleiben. Das Leben zu Hause habe ich noch lange. Aber die Zeit hier ist begrenzt. Wuerde sie auch weiterhin sein. Aber ich kann nicht laenger bleiben und am Montag muss ich ins Flugzeug steigen und das alles hinter mir lassen. Die Erinnerungen bleiben natuerlich und die Hoffnung, zumindest die Leute wiederzusehen, die auch in Deutschland wohnen.

Kommentare:

  1. Immerhin hattest du eine wundervolle Zeit, die dir nie wieder irgend jemand nehmen kann!

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  2. oh, das kann ich so gut nachvollziehen. als ich nach 6 monaten australien heimkam und meine eltern mich mit einem riesen schild am flughafen empfangen haben, da hab ich auch geheult. aber nur, weil die auch alle geheult haben. aber vor freunde. und ich weil ich zurück wollte. und dann hab ich noch mehr geheult,weil ich so ein schlechtes gewissen hatte :D

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